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- 24.11.2009: Eine Geschichte von Enzian Schnaps
Christkindlmarkt Sterzing Südtirol 2009
6.12.2009 von karl.
Ein sehr schönes Christkindlmarkt ist in der Kleinstadt Sterzing Südtirol. Der Markt ist nicht groß aber bietet viele schöne Sachen für Weihnachten an.
Hier paar Bilder von diesem Christkindlmarkt mitten in der Stadt Sterzing.
Meine private Webseite habe ich neu überarbeitet Südtiroler Wanderfoto-Galerie

Sterzinger Lauben und der Zwölfer Turm auf den man innen hochsteigen darf. Auf den Weg bis zum Glockenstuhl sind auch Historische Krippen aufgebaut.




Am 5 Dezember ist auch immer der Einzug von Weihnachtsmann ( Nikolaus ) und der Krampus darf natürlich auch nicht fehlen doch vorsicht vor den Krampus den die schmieren mit ihren rusigen Händen ins Gesicht, besonders auf junge Frauen haben sie es abgesehen. Am diesen Tag kommen viele Leute aus nah und fern um dieses Tradition mitzuerleben.



Wandersmann Karl
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Christkindlmarkt Weißenburger Platz München 2009
30.11.2009 von karl.
Der kleine Christkindlmarkt am Weißenburger Platz München im Franzosenviertel ist ein gemütlicher Kripperlmarkt für Gross und Klein. Eine Attraktion ist eine Lebende Krippe, ein tägliches Märchenrätsel für jung und alt mit attraktiven Gewinnen, die Südtiroler Krippe, und die Haidhauser Lichternächte: jeden Freitag ist der Markt nun bis 22 Uhr geöffnet.
An anderen Tagen ist täglich geöffnet von:11.00-20.00 Uhr und Freitags bis 21.00 Uhr. Heiligabend bis 14.00 Uhr.
Meine private Webseite habe ich neu überarbeitet Südtiroler Wanderfoto-Galerie


Wandersmann Karl
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Knieschnagler
26.11.2009 von karl.
Der erste Wandertag für zwei Jungs aus Nordrhein-Westfalen
Alle Namen in dieser Geschichte sind geändert worden. Es war heiß an diesem Augusttag, obwohl das im Vinschgau ganz selten vorkommt, denn es geht ständig eine leichte Brise Wind in diesem Tal. Wir hatten Besuch aus Nordrhein-Westfalen. Mein Bruder Albert und seine Frau Helga mit ihren Brüdern Bernhard, Norbert und ihrer Schwester Hildegard machten bei uns auf dem Hof Urlaub. Mir hat Hildegard auf den ersten Blick gut gefallen, doch umgekehrt war es leider nicht so. Aber es muss ja nicht alles auf anhieb klappen.
Schon am Vortag hatten wir ausgemacht, dass wir auf die Tablander Alm gehen wollten. Für mich war das überhaupt nicht anstrengend, aber für Bernhard und Norbert, die keine Bergwanderungen gewöhnt waren, wurde es doch ein anstrengender Marsch. Hildegard blieb zu Hause, was ich natürlich sehr schade fand. Wir marschierten von Staben los in Richtung Tabland, was ungefähr eine halbe Stunde dauerte. Tabland ist auch ein kleines Dörfchen wie Staben, gehört zur Gemeinde Naturns und liegt südlich von Staben. Die Leute sagen aber “auf der Nörderseite”, weil sie einen längeren Winter haben. Aber das soll mal einer verstehen.
Es ging dann also weiter durch Tabland Richtung Schleider Tal. Warum das so heißt weiß ich nicht. Dort fängt auch schon der Wald an und es ging einen steileren Weg entlang. Vorbei an Mitterhof, wo Bernhard den Kopf schüttelte und fragte, was diese Leute dort auf der Wiese täten?
Ich erklärte ihm, dass die Leute Heu einarbeiten würden, was in Südtirol “das zweite Heu Gruamat” genannt wird; und dass sie alles auf dem Buckel würden hinauftragen müssen bis in den Stadel.
Wir gingen weiter und kamen an Donnerhof oder Tonnerhof vorbei, ich weiß nicht mehr, wie es genau heißt, aber eines von beiden wird schon stimmen. Norbert meinte schon, dass es die Tablander Alm sei und wollte den Weg zum Hof entlang gehen. “Nein”, sagte ich, “das ist noch nicht die Tablander Alm. Das dauert noch eine Stunde, wenn wir so weitergehen.”
Also machten wir uns auf den Weg und es ging steil bergan. Endlich kamen wir nach drei Stunden auf der Tablander Alm an, wo die Kühe grasten. Von dort sieht man auch die Ötztaler Alpen und den Similaun mit 3602 m Höhe.
Bernhard und Norbert waren begeistert von dieser Aussicht. Wir gingen weiter zur Almhütte. Die Almhütte ist gerade neu gebaut worden neben der alten. Die alte Almhütte ließ man stehen. Vor ein paar Jahren wurde sie zur sanitären Anlage umgebaut.
Bernhard und Norbert packten ihren Proviant aus. Es war gerade Mittag, und wir hatten einen Riesenhunger und großen Durst. Die Sennerin brachte uns frische Kuhmilch, und wir ließen es uns schmecken. Als wir gegessen hatten, wollte Norbert noch weiter gehen zum Gipfelgrat vier Hirtenknott, aber ich sagte, dass es dazu zu spät sei, denn man bräuchte bis dorthin noch mindestens zwei Stunden.
Wenn man so was vor hat, muss man sich schon sehr früh auf den Weg machen. Bernhard war sowieso nicht mehr einverstanden, denn er spürte schon eine Muskelzerrung, die man bei uns “Knieschnagler” nennt. Deshalb machten wir uns auf den Weg ins Tal, und dabei wählte ich den langen Weg über Tomberg. Aber nach zwei Stunden jammerte Bernhard über Schmerzen in Ober- und Unterschenkeln. Norbert merkte noch nicht so viel. Immer wieder legte Bernhard eine Rast ein, die letzten 200 m mussten Norbert und ich ihn in die Mitte nehmen und tragen, bis wir Tabland erreichten. Bernhard konnte nicht mehr gehen vor lauter Schmerzen, doch wir mussten noch weiter bis Staben. Wir warteten darauf, das uns jemand mit einem Auto dorthin mitnehmen würde, aber auch nach einer halben Stunde kam niemand vorbei. Einen Bauer, der gerade mit einem Wagen voll Heu von der Wiese kam, haben wir dann gebeten, Bernhard mit dem Traktor nach Staben zu bringen. Von dieser Geschichte erzählt Bernhard heute noch.
In meiner privaten Webseite gibt es tausende Fotos von Wanderungen und Ausflügen

Wandersmann Karl
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Geschichte einer Wanderung zu den Kofelraster Seen
25.11.2009 von karl.
Es war Mitte Juli, und ich hatte ein langes Wochenende, das heißt, dass ich schon am Donnerstag frei hatte. Das Wetter war schön, meine Frau und ich entschieden uns, nach Südtirol zu fahren, zu Bekannten in Latsch. Also fuhren wir am Freitag in aller Früh von München los, Richtung Garmisch Partenkirchen, über den Fernpass, Imst, Landeck, Reschenpass, den Reschensee entlang, der eine eigene Geschichte hat, über die ich später schreiben werde. Von Reschenpass fuhren wir das Vinschgautal entlang bis Latsch, was ungefähr 30-40 km sein dürften. Auch in Südtirol war ein herrliches Bilderbuchwetter. Schon am Freitag machten wir mit den Bekannten aus - nennen wir sie beim Namen: Fanny ist die Mutter von Elenore und Josef der Ehemann von Elenore - dass wir auf die Marzoner Alm fahren wollten. Samstag früh, nach dem kräftigen Frühstück, fuhr Josef mit seinem Traktor und Anhänger los. Meine Frau, Elenore, Fanny und ich setzten uns auf den Anhänger. Die Straße war sehr eng, man konnte sie eigentlich eher einen Feldweg nennen. Es ging durch den Wald mit großer Steigung. Nach einer Stunde erreichten wir die Marzoner Alm. Es war ein herrlicher Ausblick. Es war acht Uhr früh und Josef machte den Vorschlag, zu den Kofelraster Seen zu wandern. Ich war gleich begeistert, und auch meine Frau, aber sie hatte nur ganz normale Halbschuhe an, und damit war es völlig unsinnig, diese Tour mitzumachen. Aber Josef meinte, wenn wir den langen Weg gingen, dann würde es schon gehen. Also brachen wir auf, Josef, Elenore, meine Frau und ich. Nach zwei Stunden gemütlichen Marsches hatte Elenore Probleme mit dem Atmen, aber meine Frau und ich vermuteten gleich, dass etwas Kleines unterwegs sei, denn Elenore und Josef waren frisch vermählt.
Josef und Elenore gingen wieder zurück, aber meine Frau und ich wanderten den Weg weiter. Nach drei Stunden Marsch fragte meine Frau, wo diese Seen seien, und ich sagte immer:”Wenn wir den nächsten Hügel erreichen, dann sieht man die Seen.” Man könnte sie eher Teiche nennen, aber es sind natürliche Bergseen. Als wir den Hügel erreichten, sahen wir den nächsten Hügel, und so ging das viermal. Beim letzten Hügel wollte meine Frau umdrehen, denn ihr taten die Füße weh. Doch ich gab nicht nach und beteuerte ihr, dass hinter der Bergkuppe die Seen zu sehen seien.
Endlich hatten wir unser Ziel erreicht, und vor uns in der Senke strahlten die grünblauen Seen. Leider hatte ich keinen Fotoapparat dabei, was ich sehr bedauerte, denn es wären bestimmt schöne Bilder geworden.
Wir machten eine kleine Rast und gingen dann wieder bergab. Ich wählte den kurzen Weg zur Marzoner Alm, und das wäre beinahe für meine Frau eine Katastrophe geworden. Schuld waren ihre Schuhe. Der kurze Weg geht nämlich steil bergab, und es gibt Stellen, wo nicht einmal mehr ein Steg zu sehen ist. Meine Frau rutschte mehr als dass sie ging, und ich beschimpfte mich, dass ich nicht den langen Weg gewählt hatte. Die letzten 200 m trug ich meine Frau, weil sie nicht mehr gehen konnte. Seit dieser Zeit haben wir eine Bergwander-Ausrüstung.
Deshalb mein Rat: nur mit guten Schuhwerk eine Bergwanderung machen. Am besten gleich eine vollständige Ausrüstung anschaffen! Leider hab ich keine Fotos von den Kofelraster Seen.
Wandersmann Karl
In meiner privaten Webseite gibt es tausende Fotos von Wanderungen und Ausflügen
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Eine Geschichte von Enzian Schnaps
24.11.2009 von karl.
Wir Kinder hatten Schulferien. Damals 1956 fingen die Schulferien schon Ende Mai an und endeten Ende September. Am 1. Oktober fing die Schule wieder an. Ich kann mir vorstellen, dass unsere Kinder heute uns beneiden, denn heutzutage gibt es nicht mehr so lange Schulferien. Allerdings mussten viele Kinder auf den Bauernhöfen mitarbeiten, und nur wenige konnten ans Meer fahren. Auch finanziell konnten es sich viele nicht leisten, in Urlaub zu fahren, so auch ich. Aber ich durfte mit meinem Onkel Hermann in seinem 1100er Fiat mitfahren, wenn er nach Meran, Bozen oder ins Ultental gefahren ist. Heinrich, mein Schulfreund und der Sohn von meiner Cousine, war 1 Jahr jünger als ich. Ich sagte immer Heini zu ihm, und so ist es auch heute noch. Wir waren fast immer zusammen, nur wenn ich meine Lumpereien ausführte, wie zum Beispiel den Bauern das Wasser abzuleiten, war ich allein. Mein Onkel Hermann hatte eine neue Firma gegründet, und zwar eine Schnapsbrennerei. Dabei brauchte man Materialien wie Kranewitbeeren (Wacholder), Enzianwurzen, Marillen (Aprikosen), Zwetschgen (Pflaumen), und Weintrebern.
Nun erzähle ich die Geschichte, wie man damals einen Enzianschnaps hergestellt hat. Heute ist es strengstens verboten, weil die Enzianblume unter Naturschutz steht.
Es war 5 Uhr morgens, als meine Mutter mich weckte. Ich war sofort wach, obwohl ich ein Langschläfer war und heute noch bin. Onkel Hermann und Heini warteten schon in der Stube. Ich machte mich schnell fertig und frühstückte kurz, während meine Mutter alles zusammenpackte. Der Ausflug sollte eine Woche dauern. Ein kurzer Abschied und wir waren fort. Mein Onkel hatte einen umgebauten Fiat 1100, hinten mit einer Pritsche. Damals gab es nicht viele Autos, und wer damals ein Auto besaß, gehörte schon zu den Oberen. Wir fuhren nach Meran, Lana und dann ins Ultental. Die Straße war sehr eng und hinter Pankratz ging nur noch eine Schotterstraße nach St. Gerdtraud. Das Wetter war nicht besonders, die Wolken hingen bis ins Tal und es war kühl. Wir übernachteten in dem einzigen Gasthaus, das es damals gab. Heute gibt es mehrere Gasthäuser und Pensionen. Am nächsten Tag standen wir sehr früh auf, denn wir mussten auf den Berg. Wir packten uns als Proviant Käse, Speck, Brot, Aranciata und Himbeersaft in einen Graskorb. Graskörbe waren geflochtene Weidenkörbe, die man auf dem Rücken trug. Zuerst ging es eben entlang bis zu einem Bauernhof, von wo aus man den Bergwald hinaufgeht. Auf diesem Weg, schon gleich am Anfang, gibt es drei Lärchen die so dick waren, dass es drei Leute brauchte, um den Baum zu umringen. Nach Schätzungen müssen sie über tausend Jahre alt sein, wenn nicht mehr! Bei einem konnte man sogar in den Stamm rein gehen.
Wir wanderten weiter, und nach zwei Stunden erreichten wir den Platz, wo der gelbe Enzian blühte. Der Onkel zeigte uns, wie wir die Wurzel dieser Pflanze heraus zu ziehen. Nach zwei Stunden hatten wir schon eine Menge zusammen gebracht, und wir machten Mittagspause. Da machten wir eine sehr bittere Erfahrung, und zwar wörtlich genommen, denn diese Enzianwurzen sind furchtbar bitter. Das Brot, die Wurst, Speck und Käse schmeckten bitter, alles, was wir mit den Händen anfassten, schmeckte bitter. Selbst das Abwaschen der Hände half nicht viel, und so verging uns der Appetit. Wir sammelten nachher weiter bis zum späten Nachmittag. Da hatten wir dann unsere Körbe voll, und gingen ins Tal zurück.
Drei Tage lang sammelten wir Enzianwurzen, bis wir das Auto voll hatten, und dann fuhren wir nach Hause. In Staben angekommen, haben wir die Enzianwurzen vom Auto abgeladen und in einen großen Bottich mit Wasser geschüttet, um sie sauber zu waschen. Nach dieser Prozedur wurden die Wurzen am Boden ausgelegt, um zu trocknen. Am nächsten Tag wurden sie gehobelt und getrocknet. Nach vier Tagen Trockenzeit wurden die gehobelten Wurzen in einem großen Fass angesetzt, wobei das Fass dreiviertel voll mit Wasser angefüllt wurde. Es wurden ein paar Kilo Zucker zugefügt, um den Gärungsprozess in Gang zu setzten. Nach 14 Tagen Gärungszeit wurde der Maisch in einen Schnapsbrennkessel gefüllt und aufgeheizt. Der Dampf wurde in eine Rohrschlange geleitet, und diese Rohrschlange wurde mit kalten Wasser umspült, damit der Dampf kondensieren konnte.
Was am Ende der Rohrschlange herauskam, war dann 60-prozentiger Enzianschnaps, der kontinuierlich an Prozenten abnahm, bis auf ungefähr 10 Prozent. Meistens probierte man, ob der Schnaps sich entzündet, indem man ein bisschen auf den Gupf schüttete und mit einem Streichholzfeuer anzündete. Erst wenn der Schnaps nicht mehr brannte, wurde der Kessel wieder mit neuem Maisch aufgefüllt. Den Schnaps im Bereich von 40 bis 10 Prozent fügte man wieder bei der Auffüllung des Schnapskessels hinzu. Um Schnaps zu brennen, braucht man eine Lizenz, und wer ohne Lizenz erwischt wird, dem drohen harte Strafen, sogar Gefängnis. Heute gibt es kaum noch echten Enzianschnaps, meistens ist es Verschnitt oder Untergelegt, das heißt, dass man ein paar Enzianwurzen auf den Kesselboden legt und darüber Weintreber auffüllt. Es gibt auch noch andere Verfahren. Das war eine Geschichte aus meiner Kindheit. Mittlerweile sind 45 Jahre vergangen, und auch die Gesetze haben sich geändert. Heute steht der gelbe Enzian unter Naturschutz. Auch viele andere Bergblumen stehen unter Naturschutz, und das ist auch richtig so. Deshalb: Lasst die Blumen dort, wo sie blühen und behaltet sie in Eurer Erinnerung, damit auch andere an der wunderschönen Natur teilhaben können. An dieser Stelle bei den alten Urlärchen sind wir vorbei gegangen.
Wandersmann Karl
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